Anforigine 2023
Anforigine
Anforigine
Kräuterbirne mit erdigem Apfel.
Im Glas zeigt sich ein trübes, matt schimmerndes Gold mit leicht bernsteinfarbenem Einschlag. Kein Hochglanz, eher Werkstatt als Showroom. Die leichte Opaleszenz wirkt bewusst ungeschönt, fast roh, und lässt schon visuell erahnen, dass hier nichts glattgebügelt wurde.
Die Nase wirkt wie ein Kräutergarten nach Sommerregen. Gelber Apfel, reife Birne und getrocknete Aprikose treffen auf Thymian, Kamille und einen Hauch Orangenschale. Dahinter liegt eine feine, fast staubige Erdigkeit, die dem Ganzen Tiefe und ernsthafte Spannung verleiht.
Am Gaumen zeigt der Wein Grip. Die leichte Maischestandzeit zieht Struktur wie feines Schleifpapier ein, ohne aggressiv zu werden. Gelbe Frucht bleibt präsent, wird aber von salziger Mineralität und herber Kräuterwürze eingefangen. Der Abgang wirkt trocken, kantig und überraschend lang.
Vergoren und gereift in Amphoren, neun Monate bewusst gewählt als Symbol für Ursprung und Reifung. Teilweise Maischekontakt bringt Struktur, unfiltrierte Abfüllung bewahrt die rohe Textur. Dieser Wein ist kein Stilmittel, sondern Haltung. Reduktion auf das Wesentliche, ohne Sicherheitsnetz.
Der junge Marco Caiaffa übernimmt nach dem Studium die Weinberge des Vaters und krempelt alles auf Bio um. Seine 5 Geschwister und Millionen Insekten helfen ihm bei der Arbeit.
Nach dem Studium zum Winzer hat der junge Marco Caiaffa eine Vision. Er möchte die Weinberge des Vaters auf ökologische Erzeugung umstellen und somit ein Vorreiter seiner Region werden. Der Vater hatte bis dato seine Trauben an die örtliche Genossenschaft verkauft. Die Zeiten sind vorbei: Marco verkauft keine Trauben, er verkauft seine eigenen, aromatischen Weine. Mit seinen Weinen feiert er Biodiversität wie kein zweiter. Insekten sind für Marco der beste Gradmesser für Biodiversität und einen erfolgreichen ökologischen Weinbau. Seine Etiketten sind eine Hommage an sie: Glühwürmchen, Tausenfüßler, Libelle und viele mehr... Seine 5 Geschwister unterstützen ihn im Weinberg und im Keller. Die ganze Familie Caiaffa glaubt mit Marco.
Weitere Weine des Weinguts
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Anforigine
2023
Kräuterbirne mit erdigem Apfel.
Im Glas zeigt sich ein trübes, matt schimmerndes Gold mit leicht bernsteinfarbenem Einschlag. Kein Hochglanz, eher Werkstatt als Showroom. Die leichte Opaleszenz wirkt bewusst ungeschönt, fast roh, und lässt schon visuell erahnen, dass hier nichts glattgebügelt wurde.
Die Nase wirkt wie ein Kräutergarten nach Sommerregen. Gelber Apfel, reife Birne und getrocknete Aprikose treffen auf Thymian, Kamille und einen Hauch Orangenschale. Dahinter liegt eine feine, fast staubige Erdigkeit, die dem Ganzen Tiefe und ernsthafte Spannung verleiht.
Am Gaumen zeigt der Wein Grip. Die leichte Maischestandzeit zieht Struktur wie feines Schleifpapier ein, ohne aggressiv zu werden. Gelbe Frucht bleibt präsent, wird aber von salziger Mineralität und herber Kräuterwürze eingefangen. Der Abgang wirkt trocken, kantig und überraschend lang.
Vergoren und gereift in Amphoren, neun Monate bewusst gewählt als Symbol für Ursprung und Reifung. Teilweise Maischekontakt bringt Struktur, unfiltrierte Abfüllung bewahrt die rohe Textur. Dieser Wein ist kein Stilmittel, sondern Haltung. Reduktion auf das Wesentliche, ohne Sicherheitsnetz.