Nebbiolo
Nebbiolo
Bussia Barolo
2018
Bussia Barolo Magnum
2018
Barolo Bussia Einaudi
2015
Barolo Le Coste di Monforte
2017
Barolo Barbadelchi
2019
Barolo Campè
2014
Barolo Barbadelchi
2020
Bussia Special Barolo
2014
Barolo Monforte d'Alba
2021
Barolo Bricco San Pietro
2017
Bussia Riserva Oro Barolo Doppelmagnum
2000
Bussia Riserva Oro Barolo Magnum
2000
Nebbiolo - Die edle Rebsorte mit Anspruch und Ausstrahlung
Nebbiolo ist eine Rebsorte mit aristokratischem Charakter - anspruchsvoll im Anbau, komplex im Duft und unverwechselbar im Geschmack. Bekannt für ihre feinen Tannine, lebendige Säure und ihr tiefes Aromenspiel bringt Nebbiolo Weine hervor, die Spannung, Eleganz und Reifepotenzial vereinen. Ob jung mit zarter Frucht oder gereift mit samtiger Tiefe - diese Sorte zeigt, wie präzise Handwerk und Terroir zusammenwirken können. Nebbiolo gehört zu den großen Rebsorten der Welt - faszinierend für Kenner, herausfordernd für Winzer und lohnend für alle, die Tiefe und Finesse im Glas suchen.
Biologie der Traube / Ampelographie
Die Nebbiolo-Traube ist klein, von dünner Schale und hoch konzentriertem Fruchtfleisch. Sie enthält eine enorme Dichte an Tanninen und Farbpigmenten, was für ihre typische, rubin- bis granatrote Farbe verantwortlich ist. Charakteristisch ist auch, dass Nebbiolo-Weine mit zunehmendem Alter heller werden - ein Markenzeichen der Sorte. Ihre hohe Konzentration an Phenolen und die dünne Schale machen sie gleichzeitig anfällig für Witterung und Fäulnis, was eine sorgfältige Weinbergsarbeit voraussetzt.
Ampelographisch zeigt Nebbiolo dichte Rebtriebe, große Blätter mit tiefen Einschnitten und spät reifende Trauben. Diese späte Reife macht sie zu einer echten Diva unter den Rotweinreben - empfindlich gegenüber Wetterumschwüngen, aber dankbar, wenn Sonne und Wind harmonisch zusammenspielen. Der Name „Nebbiolo“ leitet sich vom italienischen Wort „nebbia“ (Nebel) ab - eine Anspielung auf die oft nebligen Herbsttage im Piemont, wenn die Trauben ihre volle Reife erreichen.
Klima, Boden & Anbaubedingungen
Nebbiolo verlangt perfekte Bedingungen: warme, südexponierte Lagen und kühle Nächte, um die Frische zu bewahren. Das ideale Klima ist kontinental geprägt, mit klaren Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Zu viel Hitze lässt die Aromatik verflachen, zu wenig Sonne verhindert die Reife - ein schmaler Grat, auf dem nur erfahrene Winzer balancieren können.
Die Böden spielen eine zentrale Rolle. Nebbiolo liebt kalkhaltige, mergelige und sandige Böden mit guter Drainage - etwa jene, die man im Piemont findet. Diese Böden geben den Weinen ihre typische, feingliedrige Struktur und elegante Mineralität. In den höheren Lagen von Barolo oder Barbaresco entstehen dadurch Weine mit kühler Frische, floraler Note und filigraner Säure. In wärmeren Zonen zeigen sie sich voller, kräftiger und mit dunklerer Frucht.
Auch die Arbeit im Weinberg ist entscheidend: Nebbiolo verlangt niedrige Erträge und sorgfältige Ertragsregulierung. Nur wenn jede Traube ausreichend Sonne erhält, entfaltet sie das volle Potenzial ihrer Tanninstruktur und aromatischen Tiefe. Die Lese erfolgt meist spät – oft bis in den Oktober hinein -, was die Rebsorte zu einem echten Geduldsspiel macht.
Ausbau, Stilistik & typischer Charakter
Kaum eine Rebsorte verbindet Kraft und Eleganz so wie Nebbiolo. Junge Weine zeigen Aromen von Sauerkirsche, Veilchen, Teer, getrockneten Kräutern und Rosenblättern - ein Spannungsfeld zwischen floraler Zartheit und erdiger Würze. Mit zunehmender Reife treten Noten von Trüffel, Tabak, Leder und Lakritz hinzu. Diese Kombination aus Duft, Struktur und Tiefgang macht Nebbiolo einzigartig.
Der Ausbau erfolgt traditionell in großen Holzfässern aus slawonischer Eiche oder moderner in kleinen Barriques. Große Fässer bewahren Frische und Terroir-Charakter, während Barriques für zusätzliche Tiefe und Würze sorgen. Viele Winzer kombinieren beides - der Trend geht zu weniger Holz und mehr Transparenz. In jedem Fall braucht Nebbiolo Zeit: erst nach einigen Jahren Flaschenreife zeigt er seine ganze Dimension. Die Tannine, anfangs griffig und präsent, werden mit der Zeit seidig und harmonisch. Gleichzeitig bleibt die Säure markant, was den Weinen Langlebigkeit und Spannung verleiht.
Die Stilistik variiert je nach Herkunft: Während klassische Nebbiolo-Weine kraftvoll, komplex und strukturiert sind, zeigen moderne Interpretationen oft eine weichere, fruchtbetonte Seite. Allen gemein ist die Balance zwischen Tiefe, Frische und Komplexität - die Essenz dessen, was Nebbiolo so faszinierend macht.
Berühmte Anbaugebiete & regionale Prägung
Die unbestrittene Heimat von Nebbiolo ist das Piemont in Norditalien. Hier entstehen die berühmtesten Vertreter wie Barolo und Barbaresco - beides Weine mit großem Alterungspotenzial, komplexer Struktur und aromatischer Tiefe. Barolo gilt als der kräftigere, maskulinere Stil, während Barbaresco etwas eleganter und zugänglicher wirkt. Weiter nördlich, in Gattinara und Ghemme, entstehen mineralischere, leichtere Varianten mit feinerer Tanninstruktur. In der Lombardei, speziell im Valtellina-Tal, zeigt Nebbiolo - dort „Chiavennasca“ genannt - alpine Finesse und kühle Präzision.
Außerhalb Italiens hat Nebbiolo ebenfalls Wurzeln geschlagen: In Kalifornien, Oregon, Australien oder Südamerika experimentieren Winzer mit dieser Rebsorte. Hier entstehen eigenständige Interpretationen - oft etwas reifer in der Frucht, mit weicherer Tanninstruktur, aber immer mit dem typischen Duftprofil, das Nebbiolo so unverkennbar macht. Trotz internationaler Erfolge bleibt das Piemont das Herz dieser Rebsorte - ein Maßstab, an dem sich alle anderen messen.
Rebsorte bei Vioneers - relevante Weingüter / Kollektionen
Bei Vioneers findest Du Nebbiolo-Weine, die diese Rebsorte in ihrer ganzen Tiefe zeigen. Besonders hervorzuheben ist das Weingut Diego Pressenda aus dem Piemont - bekannt für authentische, handwerklich erzeugte Weine mit Fokus auf Struktur und Eleganz. Hier trifft handwerkliche Präzision auf regionale Tradition: Frucht, Tannin und Säure fügen sich zu einem ausbalancierten Gesamtbild, das die Seele des Nebbiolo perfekt einfängt.
Darüber hinaus umfasst unser Sortiment weitere Nebbiolo-Interpretationen, die zeigen, wie facettenreich die Rebsorte sein kann - von klassisch und ernsthaft bis modern und charmant. So entsteht ein Spektrum, das sowohl Liebhaber traditioneller Stilistik als auch neugierige Entdecker anspricht.
FAQ - Häufige Fragen zu Nebbiolo
Ist Nebbiolo eine autochthone Rebsorte?
Ja. Nebbiolo ist tief im Piemont verwurzelt und gilt als autochthone Rebsorte Norditaliens. Ihre Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück.
Wann ist der beste Erntezeitpunkt?
Die Lese erfolgt meist spät im Herbst - oft im Oktober. Entscheidend ist, dass die Trauben voll ausreifen, ohne ihre natürliche Säure zu verlieren. Nur so entsteht die Balance zwischen Kraft und Finesse.
Wie schmeckt Nebbiolo?
Nebbiolo verbindet Noten von roten Früchten, Veilchen, Teer, Leder und Gewürzen. Am Gaumen zeigt er markante Tannine, eine lebendige Säure und große Tiefe. Mit Reife wird er weicher, komplexer und harmonischer.
Welcher Speisebegleiter passt zu Nebbiolo?
Ideal sind Gerichte mit Struktur und Tiefe - etwa Schmorbraten, Wild, gereifter Käse oder Trüffelgerichte. Die kräftige Tanninstruktur harmoniert perfekt mit Proteinen und intensiven Aromen.
Wie lange kann Nebbiolo reifen?
Spitzenweine können 20 Jahre und länger lagern. In dieser Zeit entwickeln sie tertiäre Noten von Tabak, Trüffel, Lakritz und getrockneten Früchten, ohne an Frische zu verlieren.
Gibt es Nebbiolo nur in Italien?
Nein, auch Winzer außerhalb Italiens kultivieren die Sorte - etwa in Kalifornien oder Australien. Dennoch bleibt das Piemont der Ursprung und die stilistische Referenz für alle Nebbiolo-Weine weltweit.