Saftige Nektarine, warmer Buttertoast.
Strahlendes Strohgelb mit goldenen Lichtern, wie die Morgensonne in einer Bäckerei, wenn gerade die ersten Buttercroissants aus dem Ofen kommen. Kristallklar und einladend. Beim Schwenken zeigt er feste, gleichmäßige Schlieren: Hier steckt Substanz im Glas, ohne dass es schwer wirkt.
Gelber Apfel, Nektarine und Bergamotte, dann nussige Töne von warmem Buttertoast und ein Hauch Toffee aus dem Fass. Darunter liegt etwas Steiniges, fast Salziges, das die Frucht erdet. Ein Chardonnay, der nach Côte de Beaune klingt, aber mit unverkennbarem Nuits-Akzent spricht.
Mittelkräftig und cremig, dabei mit straffer Linie: Die Säure hält alles in der Vertikalen, gespannt wie die Sehne eines Bogens. Nektarine, Apfel und ein Hauch Salbei, dann ein feinkörniger, kalkiger Abgang. Weißer Marsannay gilt als Insidertipp, dieser zeigt, warum.
Handlese, sanfte Pressung, spontane Gärung mit weinbergseigenen Hefen, danach reift der Chardonnay in gebrauchten Fässern auf der Feinhefe, damit das Holz würzt, aber nicht dominiert. Ökologische Handarbeit im Weinberg. Besonders: Weißer Marsannay ist selten, in dieser Präzision und aus Gevrey-Schule noch seltener.
2013 gründeten Yann Charlopin und seine Frau Justine Tissier ihr eigenes Domaine. Yann ist Sohn von Philippe Charlopin, der bei Henri Jayer lernte, und ging selbst bei Jean-Marie Fourrier in die Schule, nach Stationen in Tasmanien, Sancerre und Chablis. Heute bewirtschaften die beiden rund vier Hektar mit Sitz in Morey-Saint-Denis.
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Marsannay
Saftige Nektarine, warmer Buttertoast.
Strahlendes Strohgelb mit goldenen Lichtern, wie die Morgensonne in einer Bäckerei, wenn gerade die ersten Buttercroissants aus dem Ofen kommen. Kristallklar und einladend. Beim Schwenken zeigt er feste, gleichmäßige Schlieren: Hier steckt Substanz im Glas, ohne dass es schwer wirkt.
Gelber Apfel, Nektarine und Bergamotte, dann nussige Töne von warmem Buttertoast und ein Hauch Toffee aus dem Fass. Darunter liegt etwas Steiniges, fast Salziges, das die Frucht erdet. Ein Chardonnay, der nach Côte de Beaune klingt, aber mit unverkennbarem Nuits-Akzent spricht.
Mittelkräftig und cremig, dabei mit straffer Linie: Die Säure hält alles in der Vertikalen, gespannt wie die Sehne eines Bogens. Nektarine, Apfel und ein Hauch Salbei, dann ein feinkörniger, kalkiger Abgang. Weißer Marsannay gilt als Insidertipp, dieser zeigt, warum.
Handlese, sanfte Pressung, spontane Gärung mit weinbergseigenen Hefen, danach reift der Chardonnay in gebrauchten Fässern auf der Feinhefe, damit das Holz würzt, aber nicht dominiert. Ökologische Handarbeit im Weinberg. Besonders: Weißer Marsannay ist selten, in dieser Präzision und aus Gevrey-Schule noch seltener.