Première Cuvée 2024
Première Cuvée
Semillon
Première Cuvée
Knackiger, grüner Apfel
Im Glas zeigt sich der Wein klar und hellgolden mit leicht grünlichem Schimmer – wie frisch poliertes Messing unter Morgensonne. Schlank im Auftritt, mit lebhafter Transparenz und feinen Kirchenfenstern, die andeuten: Hier kommt kein träger Tropfen, sondern ein wacher Typ.
Die Nase startet mit knackigem grünem Apfel, Zitrusabrieb und einem Hauch Grapefruit – als hätte jemand einen Obstkorb in frische Kreide gestellt. Dazu kommt ein Touch feuchter Stein, Honigwachs und ein ganz feiner floraler Unterton, der an Geißblatt erinnert. Unaufdringlich komplex.
Am Gaumen griffig und klar strukturiert – fast kalkig. Die Säure bringt so viel Spannung, dass man fast den Eindruck hat, man könnte daran ein Streichholz entzünden. Die Frucht bleibt präzise: Apfelschale, Zitrone, ein Hauch Passionsfrucht. Im Abgang eine zarte, cremige Rundung.
Sauvignon Blanc trifft Sémillon – beide aus ton- und kalkhaltigen Parzellen rund um Blaye. Handlese, temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahltank, dazu kurze Reife auf der Feinhefe. Kein Barrique-Bombast, sondern sauberer Purismus mit Substanz. Der Wein lebt vom Gleichgewicht aus Frische und Tiefe.
Familien-Bordeaux mit Flusswind im Rücken seit 1920.
Château Haut-Grelot beginnt nicht als glanzvoller Landsitz, sondern als kleine Farm im Weiler Les Grelots (dt. die Glocken - so auch auf dem heutigen Etikett zu sehen). In den 1920ern bauten Juliens Urgroßvater und Großvater Wein an und hielten daneben Vieh. 1927 kam das entscheidende Puzzleteil dazu, ein eigener Brunnen, der alles verband. 1975 übernahm Joël Bonneau, Juliens Vater, und stellte vollständig auf Weinbau um und öffnete 1981 die Tür zur Direktvermarktung. Der Gedanke dahinter ist einfach: Wein soll wieder Gesicht und Gespräch bekommen.
Heute führen Julien Bonneau und seine Schwester Céline das Gut in vierter Generation. Rund 67 Hektar, davon etwa 25 Hektar Weiß und 42 Hektar Rot. Die Rebsortenpalette reicht von Sauvignon Blanc, Sémillon und Muscadelle bis Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Malbec. Im Keller trifft moderne Ausstattung auf eine bewusst handwerkliche Gangart. Julien spricht gern von Balance zwischen Innovation und Tradition. Technik ist Mittel zum Zweck, nicht der Stil.
Im Weinberg wird präzise gearbeitet: entknospen, entblättern, grün lesen, Erträge bewusst niedrig halten. So hängen die Trauben lockerer, bekommen mehr Sonne und Luft und reifen ruhiger aus.
Das Terroir spielt dabei wie ein Zweiklang. Nahe am Gironde-Ästuar: sandig-kiesige Hänge für Saft und Energie. Weiter im Hinterland: sandig-tonig-lehmige Böden, die Struktur nachlegen. Ergebnis: aromatische, feine Weißweine und fruchtige, kraftvolle Rotweine mit seidig wirkendem Tannin. Bordeaux eben, nur mit mehr Flusswind im Rücken.
Weitere Weine des Weinguts
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Première Cuvée
2024
Knackiger, grüner Apfel
Im Glas zeigt sich der Wein klar und hellgolden mit leicht grünlichem Schimmer – wie frisch poliertes Messing unter Morgensonne. Schlank im Auftritt, mit lebhafter Transparenz und feinen Kirchenfenstern, die andeuten: Hier kommt kein träger Tropfen, sondern ein wacher Typ.
Die Nase startet mit knackigem grünem Apfel, Zitrusabrieb und einem Hauch Grapefruit – als hätte jemand einen Obstkorb in frische Kreide gestellt. Dazu kommt ein Touch feuchter Stein, Honigwachs und ein ganz feiner floraler Unterton, der an Geißblatt erinnert. Unaufdringlich komplex.
Am Gaumen griffig und klar strukturiert – fast kalkig. Die Säure bringt so viel Spannung, dass man fast den Eindruck hat, man könnte daran ein Streichholz entzünden. Die Frucht bleibt präzise: Apfelschale, Zitrone, ein Hauch Passionsfrucht. Im Abgang eine zarte, cremige Rundung.
Sauvignon Blanc trifft Sémillon – beide aus ton- und kalkhaltigen Parzellen rund um Blaye. Handlese, temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahltank, dazu kurze Reife auf der Feinhefe. Kein Barrique-Bombast, sondern sauberer Purismus mit Substanz. Der Wein lebt vom Gleichgewicht aus Frische und Tiefe.