Le Pavillon 2022
Le Pavillon
Le Pavillon
Aromatische Zitrone mit grünem Apfel.
Im Glas zeigt sich ein helles Zitronengelb mit silbrigen Reflexen. Die Farbe wirkt kühl und fokussiert, fast kristallin in ihrer Klarheit. Schlanke, gleichmäßige Schlieren ziehen am Glas entlang und deuten auf Struktur hin, ohne opulent zu wirken.
Die Nase wirkt zunächst zurückhaltend, dann präzise. Grüner Apfel, frische Birne und ein Hauch Zitruszeste stehen im Vordergrund. Dahinter liegen feine weiße Blüten und eine steinige Mineralität, die eher an kalkigen Staub als an Rauch erinnert.
Am Gaumen zeigt sich der Wein linear und klar geführt. Die Säure ist präsent, aber fein eingebunden, zieht den Wein straff nach vorne. Apfel und Zitrus geben Frische, während eine leicht salzige Note und feine Bitterkeit für Länge sorgen.
Gewachsen auf alten Clos-Parzellen mit kalk- und sandsteingeprägten Böden, biodynamisch bewirtschaftet. Ausbau vorwiegend im Beton, ohne aromatisches Holz. Lange Hefelagerung bringt Substanz. Besonders ist die Klarheit. Kein Druck, kein Spiel. Nur Präzision und Herkunft ohne Maskierung.
Ein junges Duo bringt uraltes Anjou-Terroir mit trockenem Chenin Blanc auf den Punkt
Domaine Drost ist kein Weingut, das man über Lautstärke versteht. Man versteht es über den Ort. Die Domaine liegt im Anjou, an der Corniche Angevine, südwestlich von Angers. Hier steht Chenin Blanc nicht einfach auf irgendeinem Boden, sondern auf uraltem Gestein des Armorikanischen Massivs. Schiefer, Sandstein, Quarz und karge, gut drainierte Böden bilden das Fundament. Die Rebe muss arbeiten, tief greifen, sich durchbeißen. Genau daraus entsteht diese salzige Spannung, die die Weine so klar zeichnet.
Die Geschichte beginnt unter einem anderen Namen: Domaine Delesvaux, gegründet 1978 und lange bekannt für Chenin Blanc aus dem Coteaux du Layon, vor allem in süßeren Stilistiken. 2021 übernehmen Nils und Ombretta Drost den Betrieb und stellen den Fokus neu ein. Nicht als Bruch mit der Herkunft, sondern als präziser Neustart. Aus dem historischen Fundament wird ein moderner, trockener Chenin-Stil.
Heute bewirtschaftet die Domaine 10,5 Hektar, überwiegend Chenin Blanc. Gearbeitet wird biodynamisch, gelesen wird von Hand, vergoren wird spontan. Im Keller geht es nicht um Schminke, sondern um Übersetzung: Beton-Ei für Textur und Ruhe, Amphore für Klarheit, Foudre für Struktur ohne lautes Holz. Das Ergebnis sind Weine mit zitrischer Frische, weißer Frucht, feinem Grip und einer Mineralität, die nicht dekoriert, sondern trägt. Drost verkauft keinen Kellerstil. Drost bringt die Corniche Angevine ins Glas.
Weitere Weine des Weinguts
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Le Pavillon
2022
Aromatische Zitrone mit grünem Apfel.
Im Glas zeigt sich ein helles Zitronengelb mit silbrigen Reflexen. Die Farbe wirkt kühl und fokussiert, fast kristallin in ihrer Klarheit. Schlanke, gleichmäßige Schlieren ziehen am Glas entlang und deuten auf Struktur hin, ohne opulent zu wirken.
Die Nase wirkt zunächst zurückhaltend, dann präzise. Grüner Apfel, frische Birne und ein Hauch Zitruszeste stehen im Vordergrund. Dahinter liegen feine weiße Blüten und eine steinige Mineralität, die eher an kalkigen Staub als an Rauch erinnert.
Am Gaumen zeigt sich der Wein linear und klar geführt. Die Säure ist präsent, aber fein eingebunden, zieht den Wein straff nach vorne. Apfel und Zitrus geben Frische, während eine leicht salzige Note und feine Bitterkeit für Länge sorgen.
Gewachsen auf alten Clos-Parzellen mit kalk- und sandsteingeprägten Böden, biodynamisch bewirtschaftet. Ausbau vorwiegend im Beton, ohne aromatisches Holz. Lange Hefelagerung bringt Substanz. Besonders ist die Klarheit. Kein Druck, kein Spiel. Nur Präzision und Herkunft ohne Maskierung.