Karamellige Dattel, spritzige Zitruszeste.
Leuchtendes Bernstein mit kupfernen Lichtern, wie flüssiger Kandiszucker, den man gegen ein Fenster hält. Beim Schwenken legt er sich ölig an die Glaswand und rutscht nur widerwillig zurück. Schon der Anblick verrät: Hier stecken monatelange Geduld und konzentrierte Traube in jedem Tropfen.
Getrocknete Feigen, Datteln und Aprikose, dazu Akazienhonig und kandierte Orangenschale. Im Hintergrund blitzt eine frische Zitrusnote auf, die das Ganze wach hält, wie in einer Konditorei in Alba kurz vor Weihnachten, wenn gerade die Mandelkekse abkühlen. Süß, aber mit Zug in der Nase.
Süß, aber kein Zuckerschock: Die typische Arneis-Frische zieht sich wie ein roter Faden durch den dichten, seidigen Körper. Honig, Dattel und Marille, dann ein zart bitterer Mandelton, der die Süße bremst. Das Finale ist lang, sauber und für einen Passito überraschend leichtfüßig.
Arneis kennt man als knackigen Weißen aus dem Roero. Für den Arcass trocknen die Trauben monatelang zu purem Konzentrat, dann reift der Wein zwölf Monate im Holz. Besonders, weil kaum jemand Arneis so konsequent zu Ende denkt. Sein Name? Ein Schlag im Balôn.
Gegründet 1950 in Canale, dem Herzen des Roero, trägt Cascina Chicco den Spitznamen der Familie Faccenda im Namen: «Chicu». Heute führen die Brüder Enrico und Marco das Gut in dritter Generation. Rund 50 Hektar an sandigen Roero-Hügeln, dazu eigene Reben in Monforte d’Alba: bodenständig und ehrgeizig zugleich.
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Karamellige Dattel, spritzige Zitruszeste.
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Getrocknete Feigen, Datteln und Aprikose, dazu Akazienhonig und kandierte Orangenschale. Im Hintergrund blitzt eine frische Zitrusnote auf, die das Ganze wach hält, wie in einer Konditorei in Alba kurz vor Weihnachten, wenn gerade die Mandelkekse abkühlen. Süß, aber mit Zug in der Nase.
Süß, aber kein Zuckerschock: Die typische Arneis-Frische zieht sich wie ein roter Faden durch den dichten, seidigen Körper. Honig, Dattel und Marille, dann ein zart bitterer Mandelton, der die Süße bremst. Das Finale ist lang, sauber und für einen Passito überraschend leichtfüßig.
Arneis kennt man als knackigen Weißen aus dem Roero. Für den Arcass trocknen die Trauben monatelang zu purem Konzentrat, dann reift der Wein zwölf Monate im Holz. Besonders, weil kaum jemand Arneis so konsequent zu Ende denkt. Sein Name? Ein Schlag im Balôn.