Nuits-Saint-Georges 1er Cru En La Perrière Noblot
Nuits-Saint-Georges 1er Cru En La Perrière Noblot
Goldene Aprikose, geröstete Haselnuss.
Im Glas leuchtet sattes Goldgelb mit bernsteinfarbenem Schimmer am Rand, die Farbe von poliertem Messing an einer alten Schiffsglocke. Die Flaschenreife hat ihm Tiefe geschenkt, keine Müdigkeit. Beim Schwenken ziehen dichte, langsame Schlieren ihre Bahnen und kündigen reichlich Substanz an.
Die Nase erzählt vom Reifen: geröstete Haselnuss, Milchkaramell und kandierte Zitronenschale, dazu ein florales Echo von Weißdorn. Darunter liegt eine kreidige, fast rauchige Note, wie die Luft in einer Steinmetzwerkstatt, wenn gerade ein Kalkblock bearbeitet wird. Burgund wie aus dem Lehrbuch, nur viel seltener.
Am Gaumen rund, breitschultrig und großzügig, aber nie behäbig: Eine reife, gut eingebundene Säure hält den Körper in der Spur. Butterbrioche, getrocknete Aprikose und ein Hauch Bienenwachs, dann zieht salzige Mineralität in den warmen, langen Abgang. Ein Weißer mit dem Selbstbewusstsein eines Roten.
Nuits-Saint-Georges ist Pinot-Noir-Land, weißer Premier Cru ist hier eine echte Rarität. Die Michelots besitzen die klassifizierte Chardonnay-Parzelle von nur 0,3 Hektar als Monopol, gepflanzt um 2007, ausgebaut im Eichenfass. Warum besonders? Du trinkst eine Fußnote der Côte de Nuits, von der kaum 1.400 Flaschen existieren.
Seit 1880 keltert die Familie Michelot in Nuits-Saint-Georges, inzwischen in vierter Generation. Alain Michelot machte das Gut zur Adresse für kraftvolle Premier Crus, heute führt Tochter Élodie den Keller mit deutlich feinerer Hand. Acht Hektar zwischen Nuits, Morey-Saint-Denis und Clos de Vougeot: Burgund im Familienmaßstab, ganz ohne Konzernglanz.
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Nuits-Saint-Georges 1er Cru En La Perrière Noblot
Goldene Aprikose, geröstete Haselnuss.
Im Glas leuchtet sattes Goldgelb mit bernsteinfarbenem Schimmer am Rand, die Farbe von poliertem Messing an einer alten Schiffsglocke. Die Flaschenreife hat ihm Tiefe geschenkt, keine Müdigkeit. Beim Schwenken ziehen dichte, langsame Schlieren ihre Bahnen und kündigen reichlich Substanz an.
Die Nase erzählt vom Reifen: geröstete Haselnuss, Milchkaramell und kandierte Zitronenschale, dazu ein florales Echo von Weißdorn. Darunter liegt eine kreidige, fast rauchige Note, wie die Luft in einer Steinmetzwerkstatt, wenn gerade ein Kalkblock bearbeitet wird. Burgund wie aus dem Lehrbuch, nur viel seltener.
Am Gaumen rund, breitschultrig und großzügig, aber nie behäbig: Eine reife, gut eingebundene Säure hält den Körper in der Spur. Butterbrioche, getrocknete Aprikose und ein Hauch Bienenwachs, dann zieht salzige Mineralität in den warmen, langen Abgang. Ein Weißer mit dem Selbstbewusstsein eines Roten.
Nuits-Saint-Georges ist Pinot-Noir-Land, weißer Premier Cru ist hier eine echte Rarität. Die Michelots besitzen die klassifizierte Chardonnay-Parzelle von nur 0,3 Hektar als Monopol, gepflanzt um 2007, ausgebaut im Eichenfass. Warum besonders? Du trinkst eine Fußnote der Côte de Nuits, von der kaum 1.400 Flaschen existieren.