Wildkirsche, erdiger Trüffel.
Helles bis mittleres Rubin mit deutlich gereiftem, ziegelorangem Rand, in der Farbe wie Rhabarberkompott mit einem Schuss Cassis. Durchscheinend und klar, ganz so, wie Pinot Noir sein soll. Die Jahre sind sichtbar, die Leuchtkraft ist geblieben, die Schlieren laufen fein und gleichmäßig.
Gereifte rote Frucht: Sauerkirsche, getrocknete Himbeere und Blutpflaume, dazu Trüffel, Waldboden, ein Hauch Rauch und Orangenschale. Das riecht nach einem Waldspaziergang am Morgen nach dem ersten Frost, die Jackentaschen voller Wildkirschen. Nuits-Saint-Georges, hier von seiner feinsten, fast zärtlichen Seite.
Rund und schmeichelnd, der Pinot streichelt eher, als dass er zupackt: Die Tannine sind samtweich geworden, die kühle Säure hält alles wach. Kirsche, Waldboden und Gewürze tragen in einen eleganten, mittellangen Abgang. Burgund zum Zurücklehnen und Zuhören, mit Tiefe statt Lautstärke.
Herzstück sind die über 60 Jahre alten Reben der Parzelle Bas de Combes, direkt an der Grenze zu Vosne-Romanée. Einige Tage Kaltmazeration, sanfte Extraktion, rund die Hälfte neues Holz, unfiltriert abgefüllt. Besonders: die Handschrift eines der großen Namen der Côte de Nuits auf Village-Niveau.
1902 gründete Étienne Camuzet, Winzer und Abgeordneter der Côte-d’Or, die Domaine und ließ sie von Halbpächtern bewirtschaften, darunter der legendäre Henri Jayer. 1985 übernahm Jean-Nicolas Méo, holte die Reben zurück und lernte bei Jayer. Heute umfasst das Gut 14 Hektar, darunter drei Hektar im Clos de Vougeot.
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Nuits-Saint-Georges
Wildkirsche, erdiger Trüffel.
Helles bis mittleres Rubin mit deutlich gereiftem, ziegelorangem Rand, in der Farbe wie Rhabarberkompott mit einem Schuss Cassis. Durchscheinend und klar, ganz so, wie Pinot Noir sein soll. Die Jahre sind sichtbar, die Leuchtkraft ist geblieben, die Schlieren laufen fein und gleichmäßig.
Gereifte rote Frucht: Sauerkirsche, getrocknete Himbeere und Blutpflaume, dazu Trüffel, Waldboden, ein Hauch Rauch und Orangenschale. Das riecht nach einem Waldspaziergang am Morgen nach dem ersten Frost, die Jackentaschen voller Wildkirschen. Nuits-Saint-Georges, hier von seiner feinsten, fast zärtlichen Seite.
Rund und schmeichelnd, der Pinot streichelt eher, als dass er zupackt: Die Tannine sind samtweich geworden, die kühle Säure hält alles wach. Kirsche, Waldboden und Gewürze tragen in einen eleganten, mittellangen Abgang. Burgund zum Zurücklehnen und Zuhören, mit Tiefe statt Lautstärke.
Herzstück sind die über 60 Jahre alten Reben der Parzelle Bas de Combes, direkt an der Grenze zu Vosne-Romanée. Einige Tage Kaltmazeration, sanfte Extraktion, rund die Hälfte neues Holz, unfiltriert abgefüllt. Besonders: die Handschrift eines der großen Namen der Côte de Nuits auf Village-Niveau.