Rotbackige Kirsche, sonnenwarmer Rosmarin.
Mittleres Rubin mit granatrotem Schimmer, klar und deutlich heller als die Amarone-Geschwister aus demselben Keller. Die Farbe erinnert an Kirschsaft im Wasserglas einer Osteria. Am Rand zeigen sich bereits feine Reifespuren, und die Schlieren laufen gleichmäßig und ohne Schwere.
Rote Kirsche, Weichsel und Hagebutte, dazu Rosmarin, getrockneter Thymian und ein Hauch schwarzer Tee, mit Luft auch Tabakblatt. Das riecht nach einem Sonntagsausflug in die Hügel östlich von Verona: Rucksack voller Kirschen, Hände nach Kräutern duftend. Valpolicella, wie er sein soll, nur tiefer.
Mittelkräftig, saftig und angenehm straff. Die Tannine sind schlank und schmiegen sich an, die Säure gibt Zug. Kirsche, Kräuter und feine Würze tragen in einen Abgang, der mehr Länge hat, als man einem Valpolicella zutraut. Der kleine Bruder, der längst erwachsen ist.
Ein Teil der Trauben trocknet kurz, bis zum Martinstag Mitte November, das bringt Tiefe ohne Amarone-Wucht. Gärung im Stahl, ein Jahr in 500-Liter-Tonneaux, danach lange Ruhe im Stahltank vor der Füllung. Besonders: ein Valpolicella mit langer Kellerreife, der sich sofort genießen lässt.
Falezze macht nur vier Weine: Amarone, Amarone Riserva, Ripasso und diesen Valpolicella Superiore, dazu Grappa aus Amarone-Trester und Bio-Olivenöl vom eigenen Hain. 2010 ließ Luca Anselmi einen eigenen Trockenraum bauen, denn für ihn ist die Trocknung der wichtigste Schritt. Kleines Sortiment, große Sorgfalt, jede Flasche aus eigenen Trauben.
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Valpolicella Superiore
Rotbackige Kirsche, sonnenwarmer Rosmarin.
Mittleres Rubin mit granatrotem Schimmer, klar und deutlich heller als die Amarone-Geschwister aus demselben Keller. Die Farbe erinnert an Kirschsaft im Wasserglas einer Osteria. Am Rand zeigen sich bereits feine Reifespuren, und die Schlieren laufen gleichmäßig und ohne Schwere.
Rote Kirsche, Weichsel und Hagebutte, dazu Rosmarin, getrockneter Thymian und ein Hauch schwarzer Tee, mit Luft auch Tabakblatt. Das riecht nach einem Sonntagsausflug in die Hügel östlich von Verona: Rucksack voller Kirschen, Hände nach Kräutern duftend. Valpolicella, wie er sein soll, nur tiefer.
Mittelkräftig, saftig und angenehm straff. Die Tannine sind schlank und schmiegen sich an, die Säure gibt Zug. Kirsche, Kräuter und feine Würze tragen in einen Abgang, der mehr Länge hat, als man einem Valpolicella zutraut. Der kleine Bruder, der längst erwachsen ist.
Ein Teil der Trauben trocknet kurz, bis zum Martinstag Mitte November, das bringt Tiefe ohne Amarone-Wucht. Gärung im Stahl, ein Jahr in 500-Liter-Tonneaux, danach lange Ruhe im Stahltank vor der Füllung. Besonders: ein Valpolicella mit langer Kellerreife, der sich sofort genießen lässt.