Getrocknete Feige, schwarze Mokkabohne.
Tiefes Granat mit orange-ziegelrotem Rand, wie ein Glas Kirschlikör, durch das die Kaminglut scheint. Der Kern ist dicht und dunkel, der Rand erzählt dagegen schon von vielen Jahren Flaschenreife. Die Tränen kriechen zähflüssig und glyzerinreich am Glas herab, fast wie Sirup.
Die Nase ist ein Gang durch die Speisekammer einer alten Villa: Kirschen in Grappa, Dörrpflaume und getrocknete Feigen, dazu Zartbitterschokolade, Pfeifentabak und ein Hauch Leder. Mit Luft tauchen Nelke und gereifter Balsamico auf. Tertiäre Tiefe, wie sie nur Zeit und sonnenverwöhnte Trauben liefern.
Opulent, warm und dicht: Der Alkohol ist spürbar, aber eingebettet in reichlich Extrakt. Die Tannine sind vollständig rund geschliffen, nichts kratzt mehr. Schwarzkirsche, Mokka und Feige, dann ein langer, süßwürziger Abgang. Ein Amarone für den Ohrensessel, nicht für die Eile.
Nach der Handlese liegen die Trauben monatelang in flachen Steigen im eigenen, natürlich belüfteten Trockenraum und verlieren dabei einen großen Teil ihres Wassers. Gekeltert wird erst im Winter, rund drei Wochen im Stahl. Besonders: Diese Flasche zeigt, wohin ein kraftvoller Falezze-Amarone nach langer Reife führt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg legte Großvater Severino Anselmi in Pigno d’Illasi den Grundstein, Vater Sergio führte den Weinbau weiter. Enkel Luca stieg 2003 ein, baute 2008 den eigenen Keller und füllte die ersten Flaschen unter dem Namen Falezze. Drei Generationen Weinbau, eine Generation eigene Etiketten, und alles aus einer Hand.
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Amarone della Valpolicella
Getrocknete Feige, schwarze Mokkabohne.
Tiefes Granat mit orange-ziegelrotem Rand, wie ein Glas Kirschlikör, durch das die Kaminglut scheint. Der Kern ist dicht und dunkel, der Rand erzählt dagegen schon von vielen Jahren Flaschenreife. Die Tränen kriechen zähflüssig und glyzerinreich am Glas herab, fast wie Sirup.
Die Nase ist ein Gang durch die Speisekammer einer alten Villa: Kirschen in Grappa, Dörrpflaume und getrocknete Feigen, dazu Zartbitterschokolade, Pfeifentabak und ein Hauch Leder. Mit Luft tauchen Nelke und gereifter Balsamico auf. Tertiäre Tiefe, wie sie nur Zeit und sonnenverwöhnte Trauben liefern.
Opulent, warm und dicht: Der Alkohol ist spürbar, aber eingebettet in reichlich Extrakt. Die Tannine sind vollständig rund geschliffen, nichts kratzt mehr. Schwarzkirsche, Mokka und Feige, dann ein langer, süßwürziger Abgang. Ein Amarone für den Ohrensessel, nicht für die Eile.
Nach der Handlese liegen die Trauben monatelang in flachen Steigen im eigenen, natürlich belüfteten Trockenraum und verlieren dabei einen großen Teil ihres Wassers. Gekeltert wird erst im Winter, rund drei Wochen im Stahl. Besonders: Diese Flasche zeigt, wohin ein kraftvoller Falezze-Amarone nach langer Reife führt.