Rote Himbeere, zartbitterer Kakao.
Helles, fast durchscheinendes Granatrot mit ziegelfarbenem Saum, wie frisch ausgelöste Granatapfelkerne im Gegenlicht. Typisch Nebbiolo: kein tintiges Schwergewicht, sondern Farbe mit Leuchtkraft. Die Schlieren am Glas verraten dennoch 14,5 Prozent, die man ihm rein optisch niemals zutrauen würde.
Veilchen zuerst, dann Himbeere und Brombeere, dahinter Zimt, Nelke und getrocknete Rosenblätter. Mit etwas Luft kommen Kakao und feuchtes Unterholz dazu. Das duftet nach einem Turiner Gewürzhändler, der gerade einen Strauß Veilchen auf die Theke gelegt hat. Roero-Nebbiolo zeigt hier Parfüm statt Muskeln.
Am Gaumen straffer, als die Farbe vermuten lässt: Das Tannin greift fest zu, körnig wie frisch gemahlener Pfeffer, bleibt aber reif. Himbeere, Veilchen und bitterer Kakao liegen auf lebendiger Säure. Der Abgang zieht lang und würzig, ein Barolo-Cousin mit leichterem Schritt.
Valmaggiore zählt zu den historischen Nebbiolo-Lagen des Roero. Die rund 30 Jahre alten Reben werden im August zweimal ausgedünnt, auf 1,8 Kilo pro Stock. Lese in zwei Durchgängen, über 30 Tage Maischestandzeit, dann 16 bis 18 Monate Holzfass. Besonders: Lagenwein mit Barolo-Ernsthaftigkeit, ohne Barolo-Aufpreis.
Cascina Chicco denkt das Roero Dorf für Dorf: Arneis aus Canale, Barbera aus Castellinaldo, Nebbiolo aus Vezza d’Alba und Castagnito. Was einst als kleine Parzelle begann, ist heute ein Familienbetrieb mit über 40 Hektar. Der neue Keller liegt rund 28 Meter tief im Hügel, direkt unter den eigenen Reben.
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Roero Valmaggiore Riserva
Rote Himbeere, zartbitterer Kakao.
Helles, fast durchscheinendes Granatrot mit ziegelfarbenem Saum, wie frisch ausgelöste Granatapfelkerne im Gegenlicht. Typisch Nebbiolo: kein tintiges Schwergewicht, sondern Farbe mit Leuchtkraft. Die Schlieren am Glas verraten dennoch 14,5 Prozent, die man ihm rein optisch niemals zutrauen würde.
Veilchen zuerst, dann Himbeere und Brombeere, dahinter Zimt, Nelke und getrocknete Rosenblätter. Mit etwas Luft kommen Kakao und feuchtes Unterholz dazu. Das duftet nach einem Turiner Gewürzhändler, der gerade einen Strauß Veilchen auf die Theke gelegt hat. Roero-Nebbiolo zeigt hier Parfüm statt Muskeln.
Am Gaumen straffer, als die Farbe vermuten lässt: Das Tannin greift fest zu, körnig wie frisch gemahlener Pfeffer, bleibt aber reif. Himbeere, Veilchen und bitterer Kakao liegen auf lebendiger Säure. Der Abgang zieht lang und würzig, ein Barolo-Cousin mit leichterem Schritt.
Valmaggiore zählt zu den historischen Nebbiolo-Lagen des Roero. Die rund 30 Jahre alten Reben werden im August zweimal ausgedünnt, auf 1,8 Kilo pro Stock. Lese in zwei Durchgängen, über 30 Tage Maischestandzeit, dann 16 bis 18 Monate Holzfass. Besonders: Lagenwein mit Barolo-Ernsthaftigkeit, ohne Barolo-Aufpreis.