Reife Pflaume, kühler Wacholder.
Dunkles Rubin, das am Rand bereits ins Granat kippt, wie ein alter Mahagonitisch im Licht der Abendsonne. Der Kern bleibt undurchdringlich, der Rand zeigt erste ehrliche Reifespuren. Die Tränen laufen zäh und schwer am Glas herab: Hier sind fünfzehn Volumenprozent am Werk.
Hier wird es erwachsen: Heidelbeere und Pflaume, aber schon mit Tabak, Kakao und Lorbeer im Schlepptau. Dann Wacholder, Anis und ein Hauch Teer, als liefe man nach einem Sommergewitter über einen frisch asphaltierten Weg zwischen blühenden Zistrosen. Carignano zeigt hier seine gereifte, dunkle Seite.
Voller Körper, warm, aber nicht schwerfällig. Die Tannine sind samtig geschliffen, die Jahre haben ihre Kanten abgerundet wie die Brandung eine Glasscherbe. Dunkle Beeren, Bitterschokolade und würziger Asphalt tragen in einen langen, kräuterwürzigen Abgang. Kraft mit Manieren, genau im richtigen Moment geöffnet.
Carignano aus dem Sulcis, ergänzt um fünf Prozent der autochthonen Bovaleddu, von wurzelechten Buschreben im Sand, wo die Reblaus nie Fuß fasste. Handlese, Maischegärung im Stahl, 16 bis 18 Monate französische Barriques. Besonders: Diese Flasche hat ihre Geduldsprobe hinter sich, du erntest nur noch.
Cantina Santadi entstand 1960 als Genossenschaft im Sulcis, der südwestlichsten Ecke Sardiniens. Den entscheidenden Wendepunkt brachten die Achtziger: Önologen-Legende Giacomo Tachis, Architekt des Tignanello, half, das Potenzial der uralten Carignano-Stöcke zu heben. 1984 erschien der erste Terre Brune, und der Süden der Insel stand plötzlich auf den großen Weinkarten.
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Terre Brune Superiore
Reife Pflaume, kühler Wacholder.
Dunkles Rubin, das am Rand bereits ins Granat kippt, wie ein alter Mahagonitisch im Licht der Abendsonne. Der Kern bleibt undurchdringlich, der Rand zeigt erste ehrliche Reifespuren. Die Tränen laufen zäh und schwer am Glas herab: Hier sind fünfzehn Volumenprozent am Werk.
Hier wird es erwachsen: Heidelbeere und Pflaume, aber schon mit Tabak, Kakao und Lorbeer im Schlepptau. Dann Wacholder, Anis und ein Hauch Teer, als liefe man nach einem Sommergewitter über einen frisch asphaltierten Weg zwischen blühenden Zistrosen. Carignano zeigt hier seine gereifte, dunkle Seite.
Voller Körper, warm, aber nicht schwerfällig. Die Tannine sind samtig geschliffen, die Jahre haben ihre Kanten abgerundet wie die Brandung eine Glasscherbe. Dunkle Beeren, Bitterschokolade und würziger Asphalt tragen in einen langen, kräuterwürzigen Abgang. Kraft mit Manieren, genau im richtigen Moment geöffnet.
Carignano aus dem Sulcis, ergänzt um fünf Prozent der autochthonen Bovaleddu, von wurzelechten Buschreben im Sand, wo die Reblaus nie Fuß fasste. Handlese, Maischegärung im Stahl, 16 bis 18 Monate französische Barriques. Besonders: Diese Flasche hat ihre Geduldsprobe hinter sich, du erntest nur noch.