Pralle Schwarzkirsche, wilder Thymian.
Tiefes, fast schwarzes Rubin mit violettem Unterton, erst ganz außen hellt es minimal auf. Im Glas wirkt er dicht wie frisch gepresster Brombeersaft, die Tränen kleben förmlich an der Glaswand. Jung, kompakt, noch voll im Saft: Hier hat die Zeit gerade erst angefangen.
Brombeere, Heidelbeere und Schokokirschen geben den Takt vor, dahinter Lakritz, schwarzer Tee und die wilde Kräuterapotheke der Insel: Myrte, Rosmarin, Thymian. Das riecht nach einem Picknick auf sonnenwarmem Fels über dem Meer. Primärfrucht in Hochform, aber schon mit Tiefgang und dunklem Unterbau.
Dicht, saftig und muskulös, trotzdem mit Zug nach vorn. Die Tannine sind extrem feinkörnig, eher Kaschmir als Sandpapier, und die Frucht rollt breit über die Zunge. Amarenakirsche, Lakritz, eine Spur Kakao. Der Abgang bleibt lang und balanciert: Muskeln im Maßanzug.
Die knorrigen Buschreben stehen ungepfropft wie vor der Reblauskrise und liefern wenige, hochkonzentrierte Trauben. Handlese, temperaturkontrollierte Gärung im Stahl, danach 16 bis 18 Monate Barrique und ein Jahr Flaschenruhe. Besonders? Dieser Terre Brune steht im besten Sturm-und-Drang-Alter, Frucht und Holz ziehen bereits am selben Strang.
Rund 600 Hektar, bewirtschaftet von Winzerfamilien rund um das Dorf Santadi, und trotzdem denkt die Kellerei wie ein kleines Boutique-Weingut. Präsident Antonello Pilloni lenkte Santadi über Jahrzehnte konsequent auf Qualität und Herkunft. Das Ergebnis: Der Sulcis, einst vor allem als Bergbauregion bekannt, gilt heute als Italiens Hochburg für Carignano.
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Terre Brune Superiore
Pralle Schwarzkirsche, wilder Thymian.
Tiefes, fast schwarzes Rubin mit violettem Unterton, erst ganz außen hellt es minimal auf. Im Glas wirkt er dicht wie frisch gepresster Brombeersaft, die Tränen kleben förmlich an der Glaswand. Jung, kompakt, noch voll im Saft: Hier hat die Zeit gerade erst angefangen.
Brombeere, Heidelbeere und Schokokirschen geben den Takt vor, dahinter Lakritz, schwarzer Tee und die wilde Kräuterapotheke der Insel: Myrte, Rosmarin, Thymian. Das riecht nach einem Picknick auf sonnenwarmem Fels über dem Meer. Primärfrucht in Hochform, aber schon mit Tiefgang und dunklem Unterbau.
Dicht, saftig und muskulös, trotzdem mit Zug nach vorn. Die Tannine sind extrem feinkörnig, eher Kaschmir als Sandpapier, und die Frucht rollt breit über die Zunge. Amarenakirsche, Lakritz, eine Spur Kakao. Der Abgang bleibt lang und balanciert: Muskeln im Maßanzug.
Die knorrigen Buschreben stehen ungepfropft wie vor der Reblauskrise und liefern wenige, hochkonzentrierte Trauben. Handlese, temperaturkontrollierte Gärung im Stahl, danach 16 bis 18 Monate Barrique und ein Jahr Flaschenruhe. Besonders? Dieser Terre Brune steht im besten Sturm-und-Drang-Alter, Frucht und Holz ziehen bereits am selben Strang.