Spätburgunder Neipperg 2022
Spätburgunder Neipperg
Spätburgunder Neipperg
Würzige Sauerkirsche mit Brombeeren-Rauchigkeit.
Im Glas zeigt sich der Spätburgunder in klarem Rubinrot mit leicht granatrotem Rand, eher elegant als dunkel. Die Transparenz passt zur Rebsorte, die Schlieren laufen ruhig und fein. Das wirkt wie rote Johannisbeere im Abendlicht: schlank, sauber und mit württembergischer Wärme.
Die Nase bringt reife rote Beeren, Sauerkirsche und etwas Brombeere, dazu zarte Tabaknoten, feinen Rauch und eine mineralische Spur. Kein lauter Fruchtkorb, sondern eher ein alter Holztisch mit Kirschschale, Pfeifentabak und kühler Kellerluft im Hintergrund, charmant und geerdet.
Am Gaumen bleibt er trocken, lebendig und erstaunlich trinkfreudig. Rote Beeren und Sauerkirsche greifen sauber ineinander, die Säure hält den Rücken gerade. Die Tannine sind präsent, aber gut eingewoben, wie feines Leder über einem schlanken, würzigen Kern mit sanftem Zug.
Dieser Spätburgunder steht für Württemberg ohne Folklore: trocken, rotfruchtig, würzig und mit sauberem Tanningerüst. Die Herkunft rund um Schwaigern bringt Keuper-Prägung, das Weingut lange Kellertradition. Besonders ist seine ehrliche Balance aus Frucht, Rauch, Struktur und unaufgeregter Trinktiefe im Glas.
Erfolgsgeschichte des Lemberger-Hauses: Von der mittelalterlichen Rebsorten-Wiege zum VDP-Spitzenbetrieb.
Das Weingut Graf Neipperg in Württemberg ist ein herausragendes Weingut, das seit dem 15. Jahrhundert im Besitz der Winzerfamilie Neipperg ist. Die Weinbau-Tradition auf den gräflichen Flächen der Region geht bereits bis ins 8. Jahrhundert zurück. Mit über 30 Hektar Rebfläche in Toplagen wie dem "Neipperger Schloßberg" und der "Schwaigerner Ruthe" produziert das Weingut heutzutage erstklassige Weine, darunter komplexe Lemberger, den die Grafen zu Neipperg in die Region brachten , Trollinger, saftig-elegante Schwarzrieslinge und mineralisch-dichte Rieslinge. Das Weingut ist Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 4 Trauben von Gault Millau. Die traditionelle Vinifikation im Gewölbekeller und die besondere Bewirtschaftung von Steillagen tragen zur Spitzenqualität bei. Unter der Leitung von Philipp Erbgraf zu Neipperg und Karl Eugen Graf von Neipperg steht das Weingut für bewährte Traditionen, gepaart mit moderner Weinbereitung und einer beeindruckenden Gesamtleistung.
Rein genetisch sind die Rebsorten Blaufränkisch und Lemberger gleich. Da aktuell ein Blaufränkisch-Hype durch die deutsche Weinwelt geht, wurde von den Winzern Württembergs eine Anpassung des Namens Lembergers in Blaufränkisch diskutiert. Am Ende blieb man beim Original - Württemberg bleibt Lemberger-Land.
Weitere Weine des Weinguts
Das könnte Dir auch gefallen
Spätburgunder Neipperg
2022
Würzige Sauerkirsche mit Brombeeren-Rauchigkeit.
Im Glas zeigt sich der Spätburgunder in klarem Rubinrot mit leicht granatrotem Rand, eher elegant als dunkel. Die Transparenz passt zur Rebsorte, die Schlieren laufen ruhig und fein. Das wirkt wie rote Johannisbeere im Abendlicht: schlank, sauber und mit württembergischer Wärme.
Die Nase bringt reife rote Beeren, Sauerkirsche und etwas Brombeere, dazu zarte Tabaknoten, feinen Rauch und eine mineralische Spur. Kein lauter Fruchtkorb, sondern eher ein alter Holztisch mit Kirschschale, Pfeifentabak und kühler Kellerluft im Hintergrund, charmant und geerdet.
Am Gaumen bleibt er trocken, lebendig und erstaunlich trinkfreudig. Rote Beeren und Sauerkirsche greifen sauber ineinander, die Säure hält den Rücken gerade. Die Tannine sind präsent, aber gut eingewoben, wie feines Leder über einem schlanken, würzigen Kern mit sanftem Zug.
Dieser Spätburgunder steht für Württemberg ohne Folklore: trocken, rotfruchtig, würzig und mit sauberem Tanningerüst. Die Herkunft rund um Schwaigern bringt Keuper-Prägung, das Weingut lange Kellertradition. Besonders ist seine ehrliche Balance aus Frucht, Rauch, Struktur und unaufgeregter Trinktiefe im Glas.