Amarone Classico Riserva Camporal 2010
Amarone Classico Riserva Camporal
Corvinone
Rondinella
Amarone Classico Riserva Camporal
Brombeere und getrocknete Gewürzpflaume.
Tiefdunkles Rubinrot mit fast schwarzem Kern. Im Glas wirkt der Amarone wie flüssiger Ebenholzlack unter gedimmtem Licht. Die dichte Kirchenfensterstruktur zieht langsam am Glas entlang und kündigt bereits an, dass hier kein Leichtgewicht wartet, sondern ein Wein mit gewaltiger Konzentration und dieser typisch warmen Amarone-Schwere.
Die Nase erinnert an einen alten Gewürzschrank neben frisch getrockneten Pflaumen und kandierten Feigen. Schwarze Rosinen, Brombeere und Lavendel schieben dunkle Frucht ins Glas, während Anis, Tabak und getrocknete Kräuter für diese leicht staubige, noble Würze sorgen, die große Amarone aus dem Classico-Gebiet so unverwechselbar macht.
Am Gaumen rollt der Wein breit und warm an wie schwerer Samt auf rauem Leder. Die dichte Frucht aus Rosinen, Brombeeren und Dörrpflaumen wird von griffigen Tanninen getragen, die erst zupacken und dann weich auslaufen. Trotz der massiven Kraft bleibt genug Struktur erhalten, damit der Wein nicht ermüdend wirkt.
Die Trauben werden traditionell im Appassimento-Verfahren getrocknet, wodurch Wasser verdunstet und Aromen massiv konzentriert werden. Genau daraus zieht dieser Amarone seine dunkle Tiefe und beinahe likörartige Intensität. Gleichzeitig bewahrt die klassische Stilistik genügend Kräuterwürze und Tanninstruktur, damit der Wein nicht ins Süßliche abrutscht, sondern ernsthaft wirkt.
Wo einst Wissenschaftler im Keller bei Kerzenlicht saßen, reifen heute preisgekrönte Valpolicella-Weine der Familie Lavarini.
Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts befinden sich die Ländereien im Familienbesitz der Familie Lavarini. Ursprünglich waren die Anbauflächen allerdings lediglich für Obst- und Weinbau zum Eigenverbrauch angedacht. Als nach dem zweiten Weltkrieg die Nachfrage nach Valpolicella-Weinen durch die Decke schoß, entschloss sich Angelo Lavarini, den Weinbau mit Erfolg zu professionalisieren. Seitdem werden im Valpolicella Classico und dem Valpantena herausragende Weine hergestellt. Seit 2004 haben diese Weine über 50 Auszeichnungen abgeräumt. Ein Urteil, das für sich spricht.
Angelo Lavarini erkannte zudem seine Leidenschaft für Kirschen und gab ein gesamtes Kirschfeld bei Marano zur wissenschaftlichen Betrachtung von Schädlingen frei. Es sollte sich zu einem Ort entwickeln, an dem Wissenschaftler, Lehrende und Lernende regelmäßig ein und ausgingen. Nach getaner Arbeit setzte man sich bei Kerzenlicht (Elektrischen Strom gab es in den Weinbergen nicht) in den Keller gesellte, um dort die magische Atmosphäre zu genießen, die als Geschenk der Trauben durch den Wein den Kellerraum verzauberte.
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2010
Brombeere und getrocknete Gewürzpflaume.
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Die Nase erinnert an einen alten Gewürzschrank neben frisch getrockneten Pflaumen und kandierten Feigen. Schwarze Rosinen, Brombeere und Lavendel schieben dunkle Frucht ins Glas, während Anis, Tabak und getrocknete Kräuter für diese leicht staubige, noble Würze sorgen, die große Amarone aus dem Classico-Gebiet so unverwechselbar macht.
Am Gaumen rollt der Wein breit und warm an wie schwerer Samt auf rauem Leder. Die dichte Frucht aus Rosinen, Brombeeren und Dörrpflaumen wird von griffigen Tanninen getragen, die erst zupacken und dann weich auslaufen. Trotz der massiven Kraft bleibt genug Struktur erhalten, damit der Wein nicht ermüdend wirkt.
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