L'As de Grelot 2022
L'As de Grelot
Malbec
L'As de Grelot
Brombeere mit Zedernholzaroma.
Im Glas zeigt sich der L’AS Rouge dicht und tiefrot, fast tintig, mit violettem Schimmer am Rand – wie Samt unter Spannung. Das ist kein Leisetreter im Anzug, sondern ein Bordeaux, der schon beim Einschenken klarmacht: Hier kommt Substanz, nicht nur Stil.
In der Nase dunkle Waldfrüchte satt – Brombeere, schwarze Pflaume und ein Hauch Cassis. Dazu rauchige Eiche, ein Spritzer Espresso und eine Prise Zedernholz. Erdige Untertöne schimmern durch – wie ein nasser Waldboden nach Sommergewitter. Keine Opulenz, sondern gezielte Tiefe.
Dicht, saftig und mit sattem Druck am Gaumen. Die Frucht bleibt dunkel, fast geheimnisvoll. Feinkörnige Tannine geben Struktur, die Säure hält das Ganze unter Spannung. Der Abgang zieht sich lang wie ein Gespräch, das hängen bleibt – mit Zedernwürze und feiner Bitterschokolade.
Die Cuvée aus Malbec und Merlot stammt aus den kiesigen Böden rund um Blaye, wo Atlantiknähe für Frische sorgt. Der Wein reift teils im Holz, teils im Stahltank – das gibt ihm Charakter ohne dick aufzutragen. Kraft trifft Kontrolle – kein Muskelspiel, sondern Muskel mit Hirn.
Familien-Bordeaux mit Flusswind im Rücken seit 1920.
Château Haut-Grelot beginnt nicht als glanzvoller Landsitz, sondern als kleine Farm im Weiler Les Grelots (dt. die Glocken - so auch auf dem heutigen Etikett zu sehen). In den 1920ern bauten Juliens Urgroßvater und Großvater Wein an und hielten daneben Vieh. 1927 kam das entscheidende Puzzleteil dazu, ein eigener Brunnen, der alles verband. 1975 übernahm Joël Bonneau, Juliens Vater, und stellte vollständig auf Weinbau um und öffnete 1981 die Tür zur Direktvermarktung. Der Gedanke dahinter ist einfach: Wein soll wieder Gesicht und Gespräch bekommen.
Heute führen Julien Bonneau und seine Schwester Céline das Gut in vierter Generation. Rund 67 Hektar, davon etwa 25 Hektar Weiß und 42 Hektar Rot. Die Rebsortenpalette reicht von Sauvignon Blanc, Sémillon und Muscadelle bis Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Malbec. Im Keller trifft moderne Ausstattung auf eine bewusst handwerkliche Gangart. Julien spricht gern von Balance zwischen Innovation und Tradition. Technik ist Mittel zum Zweck, nicht der Stil.
Im Weinberg wird präzise gearbeitet: entknospen, entblättern, grün lesen, Erträge bewusst niedrig halten. So hängen die Trauben lockerer, bekommen mehr Sonne und Luft und reifen ruhiger aus.
Das Terroir spielt dabei wie ein Zweiklang. Nahe am Gironde-Ästuar: sandig-kiesige Hänge für Saft und Energie. Weiter im Hinterland: sandig-tonig-lehmige Böden, die Struktur nachlegen. Ergebnis: aromatische, feine Weißweine und fruchtige, kraftvolle Rotweine mit seidig wirkendem Tannin. Bordeaux eben, nur mit mehr Flusswind im Rücken.
Weitere Weine des Weinguts
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2022
Brombeere mit Zedernholzaroma.
Im Glas zeigt sich der L’AS Rouge dicht und tiefrot, fast tintig, mit violettem Schimmer am Rand – wie Samt unter Spannung. Das ist kein Leisetreter im Anzug, sondern ein Bordeaux, der schon beim Einschenken klarmacht: Hier kommt Substanz, nicht nur Stil.
In der Nase dunkle Waldfrüchte satt – Brombeere, schwarze Pflaume und ein Hauch Cassis. Dazu rauchige Eiche, ein Spritzer Espresso und eine Prise Zedernholz. Erdige Untertöne schimmern durch – wie ein nasser Waldboden nach Sommergewitter. Keine Opulenz, sondern gezielte Tiefe.
Dicht, saftig und mit sattem Druck am Gaumen. Die Frucht bleibt dunkel, fast geheimnisvoll. Feinkörnige Tannine geben Struktur, die Säure hält das Ganze unter Spannung. Der Abgang zieht sich lang wie ein Gespräch, das hängen bleibt – mit Zedernwürze und feiner Bitterschokolade.
Die Cuvée aus Malbec und Merlot stammt aus den kiesigen Böden rund um Blaye, wo Atlantiknähe für Frische sorgt. Der Wein reift teils im Holz, teils im Stahltank – das gibt ihm Charakter ohne dick aufzutragen. Kraft trifft Kontrolle – kein Muskelspiel, sondern Muskel mit Hirn.