La Corniche 2023
La Corniche
La Corniche
Kräuter-Limette mit mineralischem Grüntee.
Im Glas steht ein helles, leuchtendes Zitronengelb mit fast transparenten Reflexen. Die Farbe wirkt frisch und lebendig, weniger dicht als seine Geschwister. Feine, schnelle Schlieren laufen am Glas entlang und lassen bereits die vibrierende, eher schlanke Stilistik erkennen.
Die Nase ist direkt da, klar und zupackend. Limette, Zitronenzeste und grüner Apfel geben den Ton an. Dahinter liegt eine kühle, steinige Note, eher wie frisch gebrochener Kies als Rauch. Dazu kommt ein Hauch von Kräutern und grünem Tee.
Am Gaumen zieht der Wein sofort nach vorne. Die Säure ist präzise gesetzt, wirkt wie ein sauberer Schnitt durch reife Zitrusfrucht. Saftig, aber nie breit. Eine feine Salzigkeit bleibt haften, während der Nachhall kühl, klar und schnörkellos ausläuft.
Biodynamisch bewirtschaftete Parzellen der Corniche Angevine, geprägt von Schiefer, Sandstein und Quarz. Ausbau in neutralen Gefäßen, kaum Eingriffe. Dieser Wein lebt von Spannung statt Reife. Besonders ist seine Energie. Chenin Blanc, reduziert auf Frische, Präzision und direkten Ausdruck.
Ein junges Duo bringt uraltes Anjou-Terroir mit trockenem Chenin Blanc auf den Punkt
Domaine Drost ist kein Weingut, das man über Lautstärke versteht. Man versteht es über den Ort. Die Domaine liegt im Anjou, an der Corniche Angevine, südwestlich von Angers. Hier steht Chenin Blanc nicht einfach auf irgendeinem Boden, sondern auf uraltem Gestein des Armorikanischen Massivs. Schiefer, Sandstein, Quarz und karge, gut drainierte Böden bilden das Fundament. Die Rebe muss arbeiten, tief greifen, sich durchbeißen. Genau daraus entsteht diese salzige Spannung, die die Weine so klar zeichnet.
Die Geschichte beginnt unter einem anderen Namen: Domaine Delesvaux, gegründet 1978 und lange bekannt für Chenin Blanc aus dem Coteaux du Layon, vor allem in süßeren Stilistiken. 2021 übernehmen Nils und Ombretta Drost den Betrieb und stellen den Fokus neu ein. Nicht als Bruch mit der Herkunft, sondern als präziser Neustart. Aus dem historischen Fundament wird ein moderner, trockener Chenin-Stil.
Heute bewirtschaftet die Domaine 10,5 Hektar, überwiegend Chenin Blanc. Gearbeitet wird biodynamisch, gelesen wird von Hand, vergoren wird spontan. Im Keller geht es nicht um Schminke, sondern um Übersetzung: Beton-Ei für Textur und Ruhe, Amphore für Klarheit, Foudre für Struktur ohne lautes Holz. Das Ergebnis sind Weine mit zitrischer Frische, weißer Frucht, feinem Grip und einer Mineralität, die nicht dekoriert, sondern trägt. Drost verkauft keinen Kellerstil. Drost bringt die Corniche Angevine ins Glas.
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La Corniche
2023
Kräuter-Limette mit mineralischem Grüntee.
Im Glas steht ein helles, leuchtendes Zitronengelb mit fast transparenten Reflexen. Die Farbe wirkt frisch und lebendig, weniger dicht als seine Geschwister. Feine, schnelle Schlieren laufen am Glas entlang und lassen bereits die vibrierende, eher schlanke Stilistik erkennen.
Die Nase ist direkt da, klar und zupackend. Limette, Zitronenzeste und grüner Apfel geben den Ton an. Dahinter liegt eine kühle, steinige Note, eher wie frisch gebrochener Kies als Rauch. Dazu kommt ein Hauch von Kräutern und grünem Tee.
Am Gaumen zieht der Wein sofort nach vorne. Die Säure ist präzise gesetzt, wirkt wie ein sauberer Schnitt durch reife Zitrusfrucht. Saftig, aber nie breit. Eine feine Salzigkeit bleibt haften, während der Nachhall kühl, klar und schnörkellos ausläuft.
Biodynamisch bewirtschaftete Parzellen der Corniche Angevine, geprägt von Schiefer, Sandstein und Quarz. Ausbau in neutralen Gefäßen, kaum Eingriffe. Dieser Wein lebt von Spannung statt Reife. Besonders ist seine Energie. Chenin Blanc, reduziert auf Frische, Präzision und direkten Ausdruck.